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Rückblick Bayerische Meisterschaft U16 weiblich

Am vergangenen Wochenende waren unsere U16 Mädchen in Würzburg und spielten dort mit den Top Mannschaften Bayerns um die bayerische Meisterschaft.

Das Highlight einer Saison? Klar um die Meisterschaft mit zu spielen. Das war schon im Sommer das Ziel unserer U16 weiblich Bayernliga. Doch bis dahin war es kein leichter Weg. Unser Team hatte einige enge Spiele über den Verlauf der Saison zu bestreiten. Hier war stets Mentalität und Siegeswille gefragt, den unsere Mädchen dann aber auch stets gezeigt hatten. Mit nur 3 Niederlagen und 9 Siegen sowie einer beeindruckenden Korbdifferenz sicherten wir uns den zweiten Platz in der Bayernliga Nord und qualifizierten uns somit für das Top 6 um die bayerische Meisterschaft. Diese fand am 23. und 24. März 2024 in Würzburg statt und wir waren stolz als Gewinner des letzten Jahres wieder vertreten zu sein und die Saison zu krönen.

Allerdings gab es dieses Jahr einen bitteren Beigeschmack. Das Team von Head Coach Felician Müller musste am Samstag, aber insbesondere am Sonntag auch wichtige Spielerinnen verzichten, da diese parallel bei den WNBL Playoffs im Einsatz waren. Doch davon ließ sich unser Team nicht die Stimmung kaputt machen und reiste voller Euphorie an.

Am Samstag ging es zunächst um 12:05 Uhr gegen des TS Jahn München. Der Erstplatzierte aus der Gruppe Süd galt als Favorit auf den Titel und somit war klar, das Spiel wird nicht leicht. Doch unser Team zeigte einen tollen Start und ging direkt in Führung. Doch nach einer Münchener Auszeit zeigten auch diese ihre Spielqualität und führten nach dem ersten Viertel mit 18:8. Doch beiden Teams war die Nervosität sichtlich anzumerken. Es war kein sonderlich schönes Spiel mit Turnovern und schlechten Trefferquoten. Aber gefightet wurde allemal. Im zweiten Viertel zeigten dann auch wir eine bessere Leistung und gingen somit mit neuem Selbstvertrauen beim Stand von 22:30 in die Halbzeitpause. Doch aus dieser kam der Jahn leider deutlich stärker zurück. Mit aggressiver Presse und schnellem Spiel unterliefen unserem Team immer wieder Ballverluste und einfache Punkte für die Gegnerinnen. Am Ende zeigte sich München in der Breite als zu stark, als dass wir an diesem Tag wirklich mithalten konnten und gewinnt mit 62:34.

Nach gemeinsamen Mittagessen hatte unsere Mädchen im Hotel Zeit sich auszuruhen und neue Energie zu sammeln. Das zweite Spiel des Tages um 18:30 Uhr gegen ESV Staffelsee sollte unbedingt gewonnen werden, um ins Halbfinale am nächsten Tag einzuziehen. Zurück in der Halle und auf dem Feld zeigte unser Team dies auch direkt. Ein tolles erstes Viertel ging mit 13:6 an uns und der Grundstein fürs Weiterkommen war gelegt. Doch Staffelsee war ein bissiger und unangenehmer Gegner und entschied das zweite Viertel für sich. Somit gingen wir mit einer 23:19 Führung in die Halbzeit. Nun war es wichtig, mit einem Statement ins 3. Viertel zu starten und das Spiel wieder an sich zu reißen, doch das gelang keinem der beiden Teams so wirklich. Die Konzentration ließ phasenweise nach und erfolgreiche Offensivaktionen wurden seltener. Nach einem 7:7 Viertel und 30:26 vor den letzten 10 Minuten wollte unser Team nochmal alles geben. Voller Siegeswille und Entschlossenheit baute unser Team den Vorsprung wieder aus und schaffte es Staffelsee nicht mehr an sich heran zu lassen. Ein weiterer erfolgreicher Dreier brachte den Schlusspunkt und den 45:32 Sieg. Somit stand fest, wir spielen am Sonntag im Halbfinale gegen Rivalen TG 48 Würzburg und haben auf jeden Fall an Tag zwei nochmal zwei Spiele.

Erschöpft ging es ins Hotel und nach einer erholsamen Nacht und gemeinsamen Frühstück wieder in die Halle. Um 11:10 Uhr stand hier das Halbfinale an. Gegen den Gegner, die TG Würzburg, hatten die Mädchen in der Saison schon zwei Niederlagen einstecken müssen. Nach dem tollen Rückspiel im Januar und einer knappen Niederlage war es eigentlich unser Ziel bei der Meisterschaft nun endlich unsere Revanche zu bekommen. Doch das Finalspiel des letzten Jahres sollte dieses Jahr leider alles andere als ein enges Spiel werden. In der geschwächten Besetzung fehlte es an offensivem Rhythmus und Breite. Würzburg nutze das aus und zog bereits im ersten Viertel auf 25:7 davon. Unsere Mädchen gaben jedoch keinesfalls auf und zeigten im zweiten Viertel, dass unter jeden Umständen mit ihnen zu rechnen war. Doch die gute Phase hielt leider nicht allzu lange an und somit stand es zur Pause 41:17 für die TGW. In der zweiten Hälfte setzte unser Team zwar immer wieder Akzente, hatte den starken Hausherrinnen allerdings wenig entgegenzusetzten. Endstand 95:27.

Natürlich etwas bedrückt ruhten sich unsere Mädchen für das um 14:30 Uhr anstehende Spiel um Platz 3 an. Alle waren sich allerdings einig. Im letzten Spiel wollten sie nochmal alles geben, um den dritten Platz zu erobern. Der Gegner in diesem Spiel war die DJK Don Bosco Bamberg. Nach einer knappen Niederlage im Saison Hinspiel, revanchierte sich unser Team im Rückspiel mit einem sehr deutlichen Sieg. Die Zuschauer waren gespannt wie es heute laufen würde. Beiden Teams war die hohe Belastung der beiden Tage sichtlich anzumerken. Bis zur Halbzeit war Bamberg das konsequentere Team und spielte vor Allem ihre physischen Vorteile unterm Ring gut aus. 25:44 Rückstand zur Halbzeit. Unser Team blieb stets in Reichweite verpasste es aber gerade im dritten Viertel den Vorsprung sichtlich zu verkürzen. Trotzdem gab sich unser Team nicht auf. 5 Minuten vor Ende des Spiels starteten wir nochmal ein Comeback und zeigten was uns ausmacht. Tolle Defense, sowie Fastbreak Offense halfen uns immer näher an Bamberg heranzukommen. Mit noch 2:40 zu spielen stand es nur noch 43:50 und der Sieg war greifbar. Doch der DJK wollte sich Platz drei natürlich nicht nehmen lassen. Zwei erfolgreiche Aktionen später war der Vorsprung wieder zweistellig und unserem Team fehlte es nach langem Wochenende an den letzten Energiereserven, um dem Sieg daraufhin nochmal gefährlich zu werden. Somit reicht es leider am Ende nicht und Bamberg gewinnt 56:44. Somit belegen wir am Ende den 4. Platz bei bayerischen Meisterschaften 2024.

Coach Felician zog anschließend ein Resümee über das Wochenende: ,,Ich finde es schade, dass wir unsere tolle Saison nicht so beenden konnten wie wir es gerne hätten. Meiner Meinung nach wird das Ergebnis dem Potential dieses Teams nicht wirklich gerecht. Allerdings müssen wir uns damit arrangieren und können unter diesen Umständen durchaus zufrieden mit unserer Platzierung sein. Gerade nach so einem langen Wochenende im letzten Spiel nochmal so Moral zu beweisen ist enorm beeindruckend.“

Wir sind stolz auf unser Team und beglückwünschen Spielerinnen und Trainer zu einer tollen Saison!

Für den Post SV spielten: Sophie Müller, Mona Meyer, Annika Sager, Keiko Vlahovic, Carla Schöberl, Julia Richter, Romy Schlicke, Teodora Petrovic, Nora Rasheed, Laney Glasauer, Laura Münsterer, Linn Walter, Emilie Dropuljic