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Fazit Saisonstart H3 in der Bezirksliga nach Aufstieg

Stimmung und Tabelle ganz weit vorne!

Obwohl die vergangene Saison sehr erfolgreich als Meister der Bezirksklasse abgeschlossen wurde, fand sich die H3 (wie meist) in schwieriger Lage vor dem Saisonstart.

Mit Sebastian Lehmann war der Trainer der vergangenen Saison nicht mehr im Verein, Ersatz war noch nicht in Sicht. Zudem war mit Julian Preussner der Topscorer und einer der besten Verteidiger in die H1 gewechselt und die zuverlässige Scoringoption in der Mitteldistanz Klaus Norek verletzungsbedingt nicht mehr dabei. Allerdings hatte man mit Tobit Hanke einen hochwertigen Neuzugang, der wegen der guten Teamchemie und der Auflösung der alten H2 zum Team gekommen war.

Am ersten Spieltag musste man gleich zum TSV 1846: Dritter der vergangen Saison und damit erster Nichtaufsteiger  und somit Aufstiegskandidat in der neuen Spielzeit.
Man versuchte noch das Spiel zu verschieben, da es zwischenzeitlich so aussah als käme man kaum auf 5 Spieler – unter anderem fehlten neben Tobik Hanke fast sämtliche Optionen auf der 4 und 5: Nicolas Klose (zweitbester Scorer der Aufstiegssaison) und Martin Schimana (langjähriges und zuverlässiges Teammitglied) waren nicht dabei, Michael Speck war noch fraglich.

Der TSV lehnte ab und erwartete wohl einen leichten Sieg. Mit Jean-Edward Gaillard stellte sich unter der Woche nun aber immerhin der neue Coach vor und half auch direkt beim ersten Spiel aktiv auf dem Feld mit aus. Außerdem tauchte auf einmal Thomas Zaremba (ehemals Center der H1) im Training auf und war auch gleich beim Spiel mit dabei.
Und so kam alles anders: Auch der TSV hatte den ein oder anderen Abgang zu verkraften und ebenfalls den Coach verloren und spielte entsprechend unorganisiert. Bei der neu formierten H3 lief vor allem Ingmar Reinsch zu Höchstform auf, traf von draußen und war auch bei Drives zum Korb nur durch Fouls zu stoppen. Am Ende stand auch dank allgemein guter Trefferquote mit 71:68 der erste Sieg auf dem Konto.

Im zweiten Saisonspiel musste man dann allerdings den ersten Dämpfer hinnehmen.
Man verlor mit 64 zu 68 gegen den starken TB Erlangen 2:
Zu Beginn geriet man durch schlechte Mannverteidigung in den Rückstand und strahlte vor allem von draußen keine Gefahr aus. Eine Umstellung auf Zonenverteidigung, mehr Aggressivität und eine bessere Trefferquote brachten dann zwar die kurzzeitige Führung im dritten Viertel, doch am Ende spielte man überhastet und gab das Spiel aus der Hand.
Doch trotz Niederlage war die Stimmung gut, denn die Teamleistung stimmte und man hatte gegen einen fairen und gut spielenden Gegner verloren.
Außerdem freute man sich für Adel Bkdash, der bei seinem ersten Einsatz auch seine ersten beiden Punkte erzielte. Er ist vor dem Krieg aus Syrien geflohen, erst seit kurzem in Nürnberg und ganz neu im Team.

Im dritten Saisonspiel gewann man im „Derby“ gegen Noris am Ende klar mit 57:48.
Danach sah es zwischenzeitlich allerdings nicht aus, denn man fand vor allem Offensiv nicht so recht ins Spiel und lag zur Halbzeit noch mit 23:28 hinten. Mit Kampf und ausgeglichener Teamleistung konnte das Spiel aber dann in der zweiten Halbzeit gedreht werden.

Ein Überraschung gab es dann im Spiel gegen den CVJM 2, den zu diesem Zeitpunkt zweiten der Tabelle. Obwohl man mit nur 8 Mann nach Erlangen gereist war, fegte man den Gegner mit 82:61 aus dessen Halle. Vor allem Tobit Hanke (18) und wieder Ingmar Reinsch (25) vielen als Scorer auf, aber auch Tom Koethe (drei 3er), Nikita Bekhter und Thomas Zaremba punkteten zweistellig.

Nachdem man sich zwischenzeitlich klar im Pokal gegen die die unterklassige Mannschaft Altenberg 2 durchgesetzt hatte, schlug man am fünften Spieltag in einem spannenden Spiel den TSV 1860 Weißenburg (siehe ausführlicher Spielbericht) und hat sich nun mit einer Bilanz von vier Siegen und einer Niederlage klar im oberen Tabellendrittel festgesetzt.

Doch das Team ist immer noch nicht konstant genug.
Mit Dominik Naumann, Chris Friedrich und Martin Weber hat man im Laufe der ersten Wochen weitere spielstarke Neuzugänge ins Team bekommen und ist nun sehr breit aufgestellt. Naturgemäß fehlt es entsprechend mitunter an der Abstimmung und auch die Rollen und Spielzeiten von einzelnen Spielern änderten sich gegenüber der Vorsaison und teilweise sogar von Spiel zu Spiel.

Der Coach steht bei jedem Spiel vor der Herausforderung, die richtige Mischung aus einer wechselnden Auswahl von Spielern zu finden, die er erst sehr kurz kennt. Das ein oder andere Experiment geht da auch mal daneben aber am Ende hat er offensichtlich fast immer das richtige Händchen bewiesen (vermutlich auf Kosten vieler seiner Nerven ;-)).

Wir hoffen, dass es so weiter geht.
Den bis dato härtesten Test gibt es aller Voraussicht am 26.11.2016, denn da kommt der ungeschlagene Tabellenführer vom TTV Neustadt in die Paul-Moor-Schule.

 

Autor: N.Klose