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52:114 – Posthorns an der Aisch erfolgreich

Zweites Spiel, zweiter Sieg und auch zum zweiten Mal 114 Punkte erzielt. Jubel, Trubel, Heiterkeit könnte man also meinen, doch trotz des Sieges wollte sich Zufriedenheit nicht so recht einstellen.

NEUSTADT/AISCH – 52:114 oder 62 Punkte Differenz waren die positiven Zahlen des Auftritts der Posthorns in Neustadt a. d. Aisch. Dennoch findet das Trainergespann Braun/Hofmann viele viele Härchen in der Sieges-Suppe. „19 bzw. 18 Gegenpunkte in den Vierteln zwei und vier ist natürlich viel zu viel! – Sogar Ligaunabhängig.“ sagte Braun. Hofmann ergänzt, dass der „Gegner mit 30 Freiwurftreffern und nur 11 Feldkörben“ von seiner Mannschaft zu oft eingeladen worden sei.

Freilich muss die vielen Freiwürfe (auf beiden Seiten) und die daraus resultierenden immensen Foulprobleme auch den, mit dem Niveau der Mannschaft und oft auch mit den Basketballregeln, sichtlich überforderten Schiedsrichtern anlasten, dennoch erwarten die Trainer mehr Disziplin in der Defensive. Eine Mannschaft der Güte der Posthorns muss sich auf die Linie der Unparteiischen einstellen können – sollte es sie denn geben.

Zurück zum Spiel: Besonders in der ersten Halbzeit glänzten die Gäste aus Nürnberg durch niedriges Tempo und eine noch schwächere Wurfquote. Der Plan den Korb zu attackieren wurde nicht umgesetzt. Nur ganz wenige Male führten Ballgewinne zu schnellem Umschalten. Doch auch das war selten erfolgreich, denn die Schiedsrichter ahndeten u.a. das klarste unsportliche Foul der Welt nicht, was dann wiederum Trainer Braun auf die Palme brachte. Das folgende T-Foul (15. Spielminute) zeigte aber keine Wirkung, sondern schien die Posthorns zu hemmen. Zwischen der 15. und 20. Minuten ergab sich fast ein Unentschieden und der Halbzeitstand von 25:48 sagte in etwa das aus, was auf dem Platz passierte.

In der Pause schien es dann ein Donnerwetter gegeben zu haben. Im dritten Viertel platzt nämlich endlich der Knoten. 9:39 endete es und und so huschte nun endlich mal ein Lächeln über die Gesichter der Post-Damen. Topscorerin Kerstin Wägner (24) drehte in ihrer Heimat nochmals auf und so gelang der 100er bereits in der 34. Minute. Dann folgte wieder ein Freiwurfwettwerfen, das die Gastgeberinnen zur Ergebniskosmetik nutzten. So endete die Partie mit 52:114 und die Posthorns erzielten im 2. Saison- und Auswärtsspiel auch zum zweiten Mal 114 Punkte, was auch endlich den ersten Tabellenplatz bedeutete.

Für die Posthorns spielten: Brox 10, Carret 8, Chioran 15 (2 Dreier), Ertugrul 9, Friedmann 5 (1), Ganiyu-Noibi 22, Heinz 15, Okosun 4, Orfanidis 2, Wägner 24 (3).